1. Verantwortlicher
Verantwortlicher im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und anderer nationaler Datenschutzgesetze sowie sonstiger datenschutzrechtlicher Bestimmungen ist:
Sascha Daul
Dobelstraße 16
70184 Stuttgart
Telefon: +49 15679 150167
E-Mail: kontakt@anotio.de
(Siehe auch Impressum)
Eine Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten besteht aktuell nicht, da weder die Voraussetzungen des Art. 37 Abs. 1 DSGVO (keine ständige systematische Überwachung als Kerntätigkeit, keine Verarbeitung besonderer Datenkategorien als Kerngeschäft) noch des § 38 Abs. 1 BDSG (weniger als 20 ständig mit der automatisierten Verarbeitung beschäftigte Personen) vorliegen. Die Bestellungspflicht wird bei wesentlichen Änderungen – insbesondere bei Überschreiten relevanter Nutzer-Schwellen oder bei Auslagerung an Auftragsverarbeiter mit besonderen Datenkategorien – neu bewertet.
2. Übersicht der Verarbeitungen
Die nachfolgende Übersicht fasst die Arten der verarbeiteten Daten und die Zwecke ihrer Verarbeitung zusammen und verweist auf die betroffenen Personen.
Arten der verarbeiteten Daten
- Bestandsdaten (z.B. Name, E-Mail-Adresse)
- Nutzungsdaten (z.B. besuchte Seiten, Zugriffszeit)
- Inhaltsdaten (z.B. erstellte Karteikarten, Lernfortschritt, Mitschriften)
- Kontaktdaten (z.B. Name und E-Mail bei Kontaktanfragen)
- Meta-/Kommunikationsdaten (z.B. IP-Adressen, User-Agent)
Kategorien betroffener Personen
- Nutzer der Webanwendung
- Besucher der Website
- Kontaktanfragende (über das Kontaktformular)
- Empfänger des Newsletters
- Dritte, deren Daten Nutzer selbst einbringen, etwa in Chats, Mitschriften oder importierten Kalenderterminen
Zwecke der Verarbeitung
- Bereitstellung der Webanwendung und deren Funktionen
- Authentifizierung und Kontoverwaltung
- Sicherheit (Login-Schutz, Brute-Force-Prävention)
- Lernfortschritt und Spaced-Repetition-Berechnung
- Beantwortung von Kontaktanfragen
3. Rechtsgrundlagen
Nachfolgend teilen wir die Rechtsgrundlagen der DSGVO mit, auf deren Basis wir personenbezogene Daten verarbeiten:
- Vertragserfüllung (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO): Verarbeitung ist für die Erfüllung eines Vertrags oder die Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich (z.B. Bereitstellung des Kontos, Speicherung von Lerndaten).
- Berechtigte Interessen (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO): Verarbeitung ist zur Wahrung unserer berechtigten Interessen erforderlich (z.B. Sicherheits-Logging, Missbrauchsprävention).
- Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO): Soweit wir eine Einwilligung einholen (z.B. für optionale KI-Funktionen).
- Rechtliche Verpflichtung (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO): Verarbeitung zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten, etwa handels- und steuerrechtlicher Aufbewahrungspflichten oder der Pflicht, eine Einwilligung nachweisen zu können.
4. Registrierung und Authentifizierung
Bei der Registrierung werden folgende Daten erhoben:
- E-Mail-Adresse (Pflicht)
- Passwort (gespeichert als bcrypt-Hash mit Cost-Factor 12, nicht im Klartext)
- Anzeigename (optional bei Registrierung, Pflicht bei Konten, die die Verwaltung anlegt)
- Bestätigung der Volljährigkeit und Zustimmung zu den AGB mit Fassung und Zeitpunkt
- Freiwillig: Einwilligung in Tipps und Hinweise per E-Mail (siehe Abschnitt 9)
Für den Ausdruck Ihrer Klausuren können Sie außerdem Anrede, Vor- und Nachname hinterlegen. Sie erscheinen dort, wenn Sie den Namen statt einer anonymen Kennung wählen. Wer den zweiten Faktor bei der Anmeldung einschaltet, hinterlegt ein Geheimnis für Einmalcodes, das verschlüsselt gespeichert wird.
Erweiterte Profilangaben (freiwillig): Im persönlichen Profil können zusätzlich folgende Angaben hinterlegt werden, die ausschließlich der Personalisierung der Lerninhalte dienen und jederzeit geändert oder gelöscht werden können:
- Hochschule oder Ausbildungsstandort (Freitextfeld, optional)
- Studienphase (Grundstudium, Hauptstudium, Examensvorbereitung, Referendariat)
- Examensstufe (1. oder 2. Staatsexamen) und geplanter Prüfungsmonat
- Lernschwerpunkt (z. B. Pflichtfach, Wahlstation, Anwaltsstation)
- Kurzbeschreibung / Bio (Freitext)
- Avatar-Auswahl (Farbe, Stil, Initial – keine Bildupload-Funktion)
Diese Angaben sind für die Nutzung der Plattform nicht erforderlich. Sie dienen der Auswahl passender Lerninhalte und der Anzeige in Ihrem Profil. Welche Angaben andere Nutzer sehen, richtet sich nach der Sichtbarkeit Ihres Profils (siehe Abschnitt 17, „Nutzerprofil“). An Stellen außerhalb der Plattform geben wir sie nicht weiter.
Die Authentifizierung erfolgt über JWT-Tokens (JSON Web Tokens) mit einer Gültigkeitsdauer von 1 Stunde (Access Token) und 30 Tagen (Refresh Token). Der Refresh Token wird als httpOnly Cookie gespeichert und ist für JavaScript nicht zugreifbar. Access Tokens werden nur im Arbeitsspeicher des Browsers gehalten (nicht persistent gespeichert). Refresh Tokens werden serverseitig als SHA-256-Hash in der Datenbank gespeichert und bei Rotation invalidiert.
E-Mail-Verifizierung: Nach der Registrierung wird ein Verifizierungstoken per E-Mail gesendet (Gültigkeitsdauer: 24 Stunden). Die E-Mail wird über den IONOS-SMTP-Server versendet. Der Link aus der Registrierung bestätigt die Adresse und meldet Sie einmalig an, danach ist er verbraucht. Später erneut zugeschickte Links bestätigen nur, angemeldet wird dann mit dem Passwort. Ob zu einer Adresse schon ein Konto besteht, zeigt die Registrierung nicht an.
Speicherdauer: Kontodaten werden für die Dauer der Nutzung gespeichert. Nach einer Kontolöschung erfolgt eine 30-tägige Karenzzeit, nach deren Ablauf alle Daten unwiderruflich gelöscht werden. Auf Wunsch löschen wir sofort, ohne Karenzzeit (siehe Abschnitt 14).
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).
5. Gespeicherte Inhaltsdaten
Im Rahmen der Nutzung der App werden folgende Inhaltsdaten gespeichert:
- Karteikarten-Decks und deren Inhalte (Frage, Antwort, Tags)
- Lernfortschritt und Review-Verlauf (Spaced-Repetition-Daten nach FSRS-Algorithmus), passive Bewertungsmetriken (Antwortzeit, gewählte Antwortform, Wortzahl der Antwort) sowie optionale Selbst-Diagnose-Tags bei „Nochmal"-Bewertungen (Konzept-Lücke / Flüchtigkeitsfehler / Vokabel / Anders – keine Freitexte, jederzeit überspringbar). Zusätzlich werden Lernsitzungen mit Start- und Endzeit und optionaler Selbsteinschätzung der Tagesform (frisch / normal / erschöpft / gestresst – beim Start skippbar) erfasst, damit Lerndaten besser interpretiert werden können. Bei Fallübungen können Sie sich vor der KI-Bewertung freiwillig selbst einschätzen (5 Achsen Schema/Subsumtion/Streitstand/Normen/ Struktur je 1–5 plus Gesamt-Note 0–18, jederzeit überspringbar). Das ergänzt die Lernerfolgs-Kalibrierung. Bei Klausuren tragen Sie Ihre eigene Einschätzung neben der Note aus der Korrektur ein. Die Statistik zeigt daraus, wie gut Sie sich einschätzen. Diese Daten dienen ausschließlich der Optimierung der Wiederholungsplanung. An Dritte werden sie nicht übermittelt.
- Fallübungen (Sachverhalt, eigene Lösung, KI-Bewertung, Musterlösung)
- Schema-Trainings (Prüfungsschemata mit Lücken)
- Mitschriften und Kursnotizen, einschließlich ihrer Anhänge (Bilder, PDF- und Textdateien, Tonaufnahmen) und der Zeichnungen aus dem Zeichenblock. Tonaufnahmen nehmen Sie selbst im Browser auf (bis zu drei Stunden). Sie werden als Anhang auf unseren Server hochgeladen und dort gespeichert. Nehmen Sie andere Personen nur auf, wenn diese einverstanden sind.
- Klausuren aus dem Klausurtraining: der Sachverhalt (als Text oder hochgeladenes PDF), Ihr Lösungstext und Ihr Notizblatt, die Bearbeitungszeit mit Pausen, die Kennung auf dem Ausdruck sowie die Angaben, die Sie nach der Korrektur selbst eintragen: Note, eigene Einschätzung, das Votum des Prüfers und auf Wunsch die eingescannte Korrektur als PDF. Bei nachgetragenen Noten speichern wir außerdem, wo die Klausur geschrieben wurde (Klausurenkurs, Probeexamen oder Sonstiges). Übernehmen Sie eine Klausur aus einer Lerngruppe, legen wir eine Kopie der geteilten Aufgabe in Ihrem Konto ab. Teilen Sie selbst eine Klausur in einer Lerngruppe, sehen die Mitglieder nur Titel und Aufgabe. Wer sie übernimmt, behält seine Kopie, auch wenn Sie Ihre Klausur löschen. Alles andere sehen nur Sie. Note, Einschätzung, Votum und Lösungstext werden nicht an KI-Anbieter übermittelt und nicht automatisch bewertet. Öffnen Sie während einer Klausur im Übungsmodus den KI-Assistenten, erhält er mit Ihrer Frage den Titel und den Anfang des Sachverhalts. Sie können jede Klausur jederzeit löschen. Wir entfernen sie dann samt Dateien nach spätestens 30 Tagen endgültig.
- Erklärungen aus dem Erklärmodus speichern wir mit Ihrem eigenen Text, der Note und der Rückmeldung der KI. So können Sie einen Versuch wieder öffnen, ihn nachträglich bewerten lassen und mit Ihrem Text erneut beginnen. Sie können Ihre alte Eingabe jederzeit löschen.
- Versuche der freien Wiedergabe: Ihr Text, die Rückmeldung der KI und die Karten, mit denen er abgeglichen wurde. Sie können jeden Versuch löschen.
- Frühere Stände Ihrer Mitschriften. Wir bewahren bis zu 30 frühere Stände je Mitschrift auf, damit Sie einen älteren Stand zurückholen können. Text, den Sie aus einer Mitschrift löschen, steht deshalb noch in früheren Ständen, bis neuere Stände sie ersetzen oder Sie die Mitschrift löschen.
- Anhänge in Chats
- Chat-Verläufe mit dem KI-Assistenten
- Verbesserungswünsche, die Sie uns über das Nutzermenü senden (gewählter Bereich, Ihr Text, die Seite, auf der Sie das Formular geöffnet haben, und ob wir Sie dazu per E-Mail kontaktieren dürfen). Sie sind nur für Sie und den Betreiber sichtbar, nie für andere Nutzer. Gelöscht werden sie mit dem Konto.
- Nutzereinstellungen und -präferenzen
- Bewertungsanker (optional): freiwillig angegebene Examens-, Schein- und Probeklausur-Noten (Abi, 1. Staatsexamen, Übungs-/Hauptscheine, Probeklausuren je Rechtsgebiet, Aktenvortrag). Werden ausschließlich Ihnen selbst angezeigt: in der Statistik als Ausgangslage, verglichen mit den Noten Ihrer auf der Plattform geschriebenen Klausuren. Sie werden nicht an Dritte und nicht an KI-Anbieter übermittelt und fließen in keine automatisierte Entscheidung ein. Sie können jeden Anker jederzeit löschen.
Zeichenblock mit gekoppeltem Gerät. Eine Zeichnung lässt sich auch auf einem zweiten Gerät anfertigen, etwa einem Tablet. Dafür wird das Gerät über einen QR-Code oder über Nutzernamen und Code gekoppelt. Die Striche laufen dabei über unsere Server in die Mitschrift und werden dort als Anhang gespeichert. Die Kopplung ist zeitlich begrenzt und gilt nur für diese eine Zeichnung. Der Zugang verfällt danach. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).
Alle Inhaltsdaten sind dem jeweiligen Nutzerkonto zugeordnet und nur nach Authentifizierung zugänglich, soweit Sie sie nicht selbst mit anderen teilen (Abschnitt 17). Bei Löschung des Kontos werden sie unwiderruflich entfernt. Ausgenommen sind Kopien, die Sie anderen geschickt haben (siehe Abschnitt 14).
Speicherdauer: Inhaltsdaten werden für die Dauer der Kontolaufzeit gespeichert und bei Kontolöschung vollständig entfernt.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) für die Plattform-Kerndaten sowie Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung) für die freiwillig eingetragenen Bewertungsanker – diese Einwilligung kann jederzeit durch Löschen der Anker im Profil widerrufen werden.
6. Kontaktformular
Wenn Sie uns über das Kontaktformular eine Nachricht senden, werden folgende Daten erhoben:
- Name
- E-Mail-Adresse
- Nachrichteninhalt
- IP-Adresse (zur Missbrauchsprävention)
Die Daten werden per E-Mail an den Verantwortlichen weitergeleitet und nicht in einer Datenbank gespeichert. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt.
Speicherdauer: Kontaktanfragen werden im E-Mail-Postfach des Verantwortlichen aufbewahrt, solange die Bearbeitung der Anfrage es erfordert, und anschließend gelöscht.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (vorvertragliche Maßnahmen) bzw. Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Beantwortung von Anfragen).
7. Sicherheits-Logging (Audit-Log)
Zum Schutz der Nutzerkonten und zur Erkennung von Missbrauch werden folgende sicherheitsrelevante Ereignisse protokolliert:
- Erfolgreiche und fehlgeschlagene Login-Versuche
- Registrierungen
- Passwort- und E-Mail-Änderungen
- Anfragen zur Kontolöschung
- KI-API-Aufrufe (Provider, Modell, Dauer - ohne Inhalte)
- Kontaktformular-Anfragen (nur IP-Adresse, ohne personenbezogene Inhalte)
- Handlungen des Betreibers an Ihrem Konto, etwa eine Freischaltung, eine Gutschrift oder eine Einsicht
Bei jedem Eintrag werden IP-Adresse, User-Agent und Zeitstempel erfasst. Bei KI-Aufrufen stehen dort Angaben wie Anbieter, Modell, Dauer und die Länge von Anfrage und Antwort. Textausschnitte Ihrer Eingaben gehören nicht in dieses Protokoll. Schreibt eine Funktion doch einen mit, etwa den Anfang einer Chatnachricht oder den Namen eines Decks, entfernt ihn ein nächtlicher Lauf.
Speicherdauer: IP-Adressen und User-Agents werden nach 90 Tagen anonymisiert (unumkehrbar entfernt). Die anonymisierten Log-Einträge werden nach 180 Tagen vollständig gelöscht. Einträge zu Handlungen des Betreibers bleiben zwei Jahre, damit sich nachweisen lässt, wer wann an einem Konto etwas geändert hat (Art. 5 Abs. 2 DSGVO). Dies entspricht den Grundsätzen der Speicherbegrenzung nach Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Sicherheit).
8. KI-Funktionen / Drittanbieter-APIs
Die App bietet KI-gestützte Funktionen. Sie lassen sich nach vier Arten ordnen:
- Bewerten: Lösungen kuratierter Fälle, Erklärungen im Erklärmodus, Antworten in Übungsfall-Serien und Texte der freien Wiedergabe.
- Erzeugen: verbesserte und ergänzte Mitschriften, Selbsttests zu einer Mitschrift, Handouts aus einem Deck, Kurzfassungen, Karteikarten aus PDF-Dokumenten und Mitschriften, Schlüsselbegriffe und Diagrammentwürfe, Übungsfall-Serien aus eigenen Karteikarten, Fragenketten der frühen Wiederholung und auf Wunsch die Lernstrategie im Lernplan. Den Lernplan gibt es auch ohne KI.
- Fragen: der Chat-Assistent, „Frag deine Mitschriften“, Fragen in der Recherche und zu einem Schema sowie die Streitstand-Recherche.
- Einbetten für die Suche: Fragen, Suchtexte und Mitschriften werden bei Google in Zahlenvektoren umgerechnet (siehe unten).
Eine KI-Funktion läuft nur, wenn Sie sie auslösen. Schaltet der Nutzer es in den KI-Einstellungen ein (ab Werk aus), erstellt die App außerdem beim Speichern einer Mitschrift ab 200 Zeichen automatisch eine kurze Zusammenfassung und Schlagwörter. Dafür wird der Text der Mitschrift übermittelt. Hierfür werden Anfragen an folgende Drittanbieter gesendet:
- OpenAI (Modelle GPT): Vertragspartner für Kunden im EWR ist die OpenAI Ireland Limited, 1st Floor, The Liffey Trust Centre, 117-126 Sheriff Street Upper, Dublin 1, Irland. Muttergesellschaft ist die OpenAI OpCo, LLC in San Francisco, USA. Datenschutzerklärung
- Google (Modelle Gemini, außerdem die Einbettungen für die Suche): Bei bezahlter Nutzung ist Vertragspartner die Google Cloud EMEA Limited, 70 Sir John Rogerson's Quay, Dublin 2, Irland, Muttergesellschaft die Google LLC in Mountain View, USA. Datenschutzerklärung
- Anthropic (Modelle Claude): Vertragspartner für Kunden im EWR ist die Anthropic Ireland, Limited, 6th Floor, South Bank House, Barrow Street, Dublin 4, Irland. Muttergesellschaft ist die Anthropic, PBC in San Francisco, USA. Datenschutzerklärung
Welcher Anbieter und welches Modell eine Funktion ausführt, steht in den KI-Einstellungen der App.
An die KI-Provider werden nur die für die jeweilige Anfrage erforderlichen Inhalte übermittelt (z.B. Sachverhalt, Frage, Mitschriftentext, bei den Übungsfall-Serien die Inhalte der vom Nutzer gewählten Karteikarten-Decks sowie die Freitext-Antworten, für die eine KI-Bewertung angefordert wird, bei der Lernstrategie Lerndaten wie Prüfungstermin, Lernzeiten, schwache Themen und Kennwerte der Wiederholungsplanung). Die E-Mail-Adresse sowie Vor- und Nachname aus dem Profil werden nicht mitgeschickt. Auch Ihr Anzeigename geht nicht mit. Im KI-Chat geht Ihre Examensstufe mit, damit die Antwort zum Stand Ihrer Vorbereitung passt. Beim Verbessern einer eigenen Mitschrift kann das Modell mit einem Suchwerkzeug des Anbieters (OpenAI) im Internet suchen, wenn der Betreiber diese Funktion eingeschaltet hat. Es sucht und öffnet dabei nur Seiten amtlicher und gerichtlicher Quellen, etwa gesetze-im-internet.de, rechtsprechung-im-internet.de, die Seiten der Bundesgerichte, landesrecht-bw.de, eur-lex.europa.eu und curia.europa.eu. Die Suchbegriffe bildet das Modell aus der Anfrage. Ist die Mitschrift mit anderen geteilt oder ist ihr eine Datei angehängt, sucht es nicht im Internet. Zur Verbesserung der KI-Antworten wird eine interne Vektordatenbank (Qdrant, selbstgehostet auf unserer Hetzner-Infrastruktur) eingesetzt, die juristische Fachinhalte (Gesetze, Rechtsprechung, Schemata) für die kontextbasierte Suche indexiert. Diese Datenbank enthält keine Inhalte von Nutzern. Nutzt jemand die Suche in den eigenen Mitschriften, liegen deren Inhalte in einer davon getrennten Datenbank (siehe „Suche in den eigenen Mitschriften“).
Für die Suche in diesen Fachinhalten rechnet ein Einbettungsmodell von Google (Gemini) die Frage des Nutzers, im Erklärmodus auch seine Erklärung, in einen Zahlenvektor um. Dazu wird dieser Text über den Zugang des Betreibers an Google übermittelt, auch wenn die Antwort selbst von einem anderen Provider kommt. Der Vektor wird bis zu 24 Stunden zwischengespeichert, der Text selbst nicht. Bei der Suche nach Urteilen und in der Bibliothek geschieht das nur, wenn Sie in die KI-Verarbeitung eingewilligt haben. Ohne Einwilligung sucht Anotio dort nur nach den eingegebenen Wörtern auf unserem eigenen Server, und der Suchtext verlässt ihn nicht. Zeigt die Recherche, was zu einer Norm im Bestand steht, wird allein die Bezeichnung der Norm (etwa „§ 916 ZPO“) eingebettet. Sie enthält keine Angaben zu Ihrer Person.
Es werden zwei Varianten der Authentifizierung gegenüber dem KI-Provider genutzt:
1. Über den Zugang des Betreibers. Die Inhalte werden über das API-Konto des Betreibers an den KI-Provider übermittelt. Der Provider verarbeitet sie dabei als Auftragsverarbeiter des Betreibers nach Art. 28 DSGVO und nur nach dessen Weisung. Grundlage sind die Auftragsverarbeitungsbedingungen der Provider, bei Google das „Data Processing Addendum for Products Where Google is a Data Processor“, das die Bedingungen der Gemini API für bezahlte Dienste einbeziehen. Über die API übermittelte Daten werden danach nicht zu Trainingszwecken verwendet.
Speicherung beim Anbieter. Die Anbieter speichern Anfragen und Antworten eine begrenzte Zeit, um Missbrauch zu erkennen: OpenAI und Anthropic nach eigenen Angaben bis zu 30 Tage, Google bei der Gemini API bis zu 55 Tage. Verstößt eine Anfrage gegen die Nutzungsrichtlinien des Anbieters, kann er sie länger aufbewahren. Die Anfragen werden bei OpenAI nicht als abrufbares Objekt abgelegt.
2. Über einen eigenen Zugang des Nutzers. Hinterlegt der Nutzer einen eigenen API-Schlüssel, werden die Inhalte über sein Konto beim Provider übermittelt. Für die Übermittlung bleibt der Betreiber verantwortlich, da er die Anfrage zusammenstellt und über den Umfang der übermittelten Inhalte entscheidet (Art. 4 Nr. 7 DSGVO). Es gelten jedoch die Vertragsbedingungen zwischen Nutzer und Provider: Der Auftragsverarbeitungsvertrag des Betreibers deckt diese Anfragen nicht ab, und der Betreiber kann nicht zusichern, dass die Inhalte nicht zu Trainingszwecken verwendet werden. Das richtet sich nach Tarif und Kontoeinstellungen des Nutzers beim jeweiligen Provider. Nutzer sollten die Trainingsnutzung dort deaktivieren, soweit der Provider dies anbietet.
Hinterlegen Sie einen eigenen API-Schlüssel, prüfen wir ihn einmal, indem wir mit ihm die Liste der Modelle beim Anbieter abrufen. Dabei werden keine Inhalte übermittelt. Der eigene Schlüssel wird verschlüsselt gespeichert (AES-256-GCM) und ausschließlich zur Authentifizierung gegenüber dem gewählten Provider verwendet. Er wird nach der Speicherung nicht mehr im Klartext angezeigt und mit der Löschung des Kontos entfernt.
Mit einem eigenen Schlüssel bestimmt der Nutzer den Provider selbst. Ohne eigenen Schlüssel legt der Betreiber je Funktion fest, welcher Provider angefragt wird. Welcher das ist, steht in den KI-Einstellungen. Führt eine Änderung dazu, dass Daten an einen anderen oder weiteren Provider gehen, wird die Einwilligung erneut eingeholt. Ein Wechsel des Modells beim selben Provider, bei dem Datenfluss und Zweck gleich bleiben, braucht keine neue Einwilligung (wie in § 5 der AGB).
PDF-Verarbeitung zur Karteikarten-Generierung
Die App bietet die Möglichkeit, PDF-Dokumente (z.B. juristische Aufsätze) zur automatischen Generierung von Karteikarten zu verwenden. Auch der Mitschriften-Editor kann den Text einer PDF-Datei übernehmen. Hierbei gilt:
- Die PDF-Datei wird auf unseren Server in Deutschland hochgeladen (bis 20 MB und 50 Seiten). Dort liest ein Programm (pdftotext) den Text je Seite aus und gibt ihn an Ihren Browser zurück. Die Datei liegt dafür nur für die Dauer dieser Anfrage in einem temporären Verzeichnis und wird danach verworfen. Gespeichert wird sie dabei nicht.
- Den ausgelesenen Text übermittelt die App erst, wenn Sie die Karten erzeugen lassen, an den konfigurierten KI-Anbieter (siehe oben). Bis die Karten fertig sind, liegt er in der Warteschlange unseres Servers.
- Hängen Sie eine PDF-Datei als Anhang an eine Mitschrift, wird sie dagegen als Anhang gespeichert (siehe Abschnitt 5).
- Die generierten Karteikarten werden als reguläre Inhaltsdaten im Nutzerkonto gespeichert (siehe Abschnitt 5).
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO für das Auslesen auf unserem Server (von Ihnen gewünschte Funktion), Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung zur KI-Verarbeitung) für die Übermittlung an den KI-Anbieter.
Dokumente im KI-Chat
Einer Unterhaltung mit dem KI-Assistenten können Sie bis zu drei Dokumente beifügen (PDF, Word oder Text, zusammen höchstens 100.000 Zeichen), etwa eine Handreichung, die der Assistent im Gegenfrage-Modus mit Ihnen durchgeht. Hierbei gilt:
- Die Datei wird auf unseren Server in Deutschland hochgeladen (bis 20 MB). Dort wird ihr Text ausgelesen, bei PDF-Dateien mit pdftotext. Die Datei selbst wird danach verworfen.
- Den ausgelesenen Text speichern wir mit der Unterhaltung, solange sie besteht. Er geht mit jeder Frage dieser Unterhaltung an den konfigurierten KI-Anbieter (siehe oben), damit der Assistent sich auf das Dokument beziehen kann.
- Entfernen Sie ein Dokument oder löschen Sie die Unterhaltung, wird der Text sofort gelöscht. Ein Dokument, das Sie anhängen, ohne danach eine Frage zu stellen, löschen wir nach einem Tag.
Bitte fügen Sie keine Dokumente mit personenbezogenen Daten Dritter bei, etwa Akten aus der Ausbildungsstation.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO für Auslesen und Speichern (von Ihnen gewünschte Funktion), Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung zur KI-Verarbeitung) für die Übermittlung an den KI-Anbieter.
Suche in den eigenen Mitschriften („Frag deine Mitschriften“)
Die Funktion beantwortet Fragen anhand der eigenen Mitschriften des Nutzers. Dafür gilt:
- Die Mitschriften werden in Abschnitte zerlegt. Für jeden Abschnitt berechnet ein Einbettungsmodell von Google (Gemini) einen Zahlenvektor, der seinen Inhalt beschreibt. Dazu wird der Text des Abschnitts an Google übermittelt. Das geschieht erst, wenn der Nutzer eine Frage stellt, nicht schon beim Speichern einer Mitschrift.
- Abschnitte und Vektoren werden in einer eigenen Vektordatenbank (Qdrant) gespeichert, die nur Inhalte von Nutzern enthält und getrennt von der Datenbank für juristische Fachinhalte auf unserer Hetzner-Infrastruktur in Deutschland betrieben wird. Jeder Eintrag ist dem Nutzerkonto zugeordnet. Eine Suche erfasst nur die eigenen Mitschriften oder eine einzelne Mitschrift, die ein anderer Nutzer mit dem Fragenden geteilt hat.
- Anhänge (der Text von PDF-Dateien und der erkannte Text von Bildern) werden nur einbezogen, wenn der Nutzer dem gesondert zugestimmt hat. Ohne diese Einwilligung liest der Server den Text der Anhänge dafür nicht aus. Bei einer geteilten Mitschrift werden ihre Anhänge nur einbezogen, wenn auch ihr Eigentümer zugestimmt hat. Nutzer sollen nur Dateien einbeziehen, die sie so verwenden dürfen, und keine Unterlagen mit personenbezogenen Daten Dritter, etwa aus Akten, sofern sie diese nicht so verarbeiten dürfen.
- Der Text einer Mitschrift, die ein anderer Nutzer mit Ihnen geteilt hat, geht nur dann an einen KI-Anbieter, wenn ihr Eigentümer in die KI-Verarbeitung eingewilligt hat. Das gilt für die Suche in Mitschriften und für das Verbessern. Der KI-Chat schickt von einer fremden Mitschrift nur ihren Titel mit, nicht ihren Inhalt. Wer eine Mitschrift teilt und eingewilligt hat, erlaubt damit, dass die Beteiligten die KI auf sie anwenden. Das Fenster zum Teilen weist darauf hin.
- Ändert der Nutzer eine Mitschrift, werden ihre Abschnitte beim nächsten Abgleich neu berechnet und die alten ersetzt.
- Die Einbettungen laufen zunächst über das monatliche Freikontingent und den Zugang des Betreibers. Ist es aufgebraucht und hat der Nutzer einen eigenen Gemini-Schlüssel hinterlegt, werden sie über sein Konto bei Google übermittelt, sonst weiter über den Zugang des Betreibers zulasten seines KI-Guthabens. Für die Übermittlung über den eigenen Schlüssel gilt, was oben unter 2. steht: Der Auftragsverarbeitungsvertrag des Betreibers deckt sie nicht ab, und es gelten die Bedingungen zwischen Nutzer und Google.
- Nach den Bedingungen der Gemini API verwendet Google Inhalte aus kostenlos genutzten Kontingenten zur Verbesserung seiner Dienste, und Menschen können sie dabei lesen. Für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum, in der Schweiz und im Vereinigten Königreich gelten nach diesen Bedingungen auch bei kostenloser Nutzung die Regeln für bezahlte Dienste, nach denen Google die Inhalte nicht zur Verbesserung seiner Produkte verwendet. Wer einen eigenen Gemini-Schlüssel außerhalb dieser Gebiete kostenlos nutzt, sollte bedenken, dass Mitschriften oft Daten Dritter enthalten.
Speicherdauer: Die Abschnitte werden gelöscht, sobald die Mitschrift oder der Anhang endgültig gelöscht wird, und alle mit der Löschung des Kontos. Widerruft der Nutzer die Einwilligung für Anhänge, werden die Abschnitte der Anhänge und der dafür ausgelesene Text der PDF-Dateien gelöscht. Ist die Vektordatenbank im Moment der Löschung nicht erreichbar, holt ein nächtlicher Lauf die Löschung nach. Die Vektordatenbank wird nicht gesichert, sie lässt sich aus den Mitschriften neu aufbauen.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung zur KI-Verarbeitung, für Anhänge die gesonderte Einwilligung). Zur Übermittlung an Google in die USA siehe „Datenübermittlung in Drittländer (USA)“.
Fragen in der Recherche
In der Recherche lässt sich eine Frage stellen, die die KI aus den gefundenen Stellen beantwortet. Dafür gilt:
- Die Frage geht erst an den KI-Anbieter, wenn der Nutzer auf „Frage beantworten“ klickt. Übermittelt werden der Text der Frage und der Wortlaut der Fundstellen, die die Recherche dazu anzeigt, also Normen, Rechtsprechung und Einträge der Bibliothek. Welcher Anbieter antwortet, steht in den KI-Einstellungen. Ab Werk ist es OpenAI.
- Eigene Karteikarten und Mitschriften gehen nur mit, wenn der Nutzer vor dem Absenden das Häkchen „Auch meine Mitschriften und Karten einbeziehen“ setzt. Ab Werk ist es nicht gesetzt. Mit Häkchen werden Ausschnitte aus höchstens drei eigenen Karteikarten und drei eigenen Mitschriften übermittelt, die zur Frage passen. Inhalte anderer Nutzer gehen nicht mit.
- Gibt es zu einer Frage keine einzige Fundstelle, wird kein KI-Anbieter angefragt. Die App teilt dann mit, dass sich die Frage aus dem Bestand nicht beantworten lässt.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung zur KI-Verarbeitung). Zur Übermittlung in die USA siehe „Datenübermittlung in Drittländer (USA)“.
Fragen zu einem Schema
Nach Bearbeitung eines Prüfungsschemas können Sie zu diesem eine Frage an die KI stellen. Die KI bezieht dabei ihr Wissen aus dem Schema und der zugehörigen Norm sowie aus ihrem eigenen trainierten Wissen. Die Frage geht mit Klick des Nutzers auf „Fragen“ an den KI-Anbieter, wobei die Frage, das Schema und der Normwortlaut übersendet werden. Der zur Bearbeitung der Anfrage bestimmte KI-Anbieter kann in den Einstellungen manuell konfiguriert werden. Als Standard-KI-Anbieter ist ein Modell von OpenAI ausgewählt. Dies können Sie jederzeit in den Einstellungen einsehen. Eigene Karteikarten, Mitschriften, Lernstände und Ergebnisse von Übungen übersenden wir nicht mit.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung zur KI-Verarbeitung). Zur Übermittlung in die USA siehe „Datenübermittlung in Drittländer (USA)“.
Spracheingabe (On-Device, optional)
Die App bietet die Möglichkeit, Antworten und Notizen per Mikrofon zu diktieren. Die Transkription erfolgt vollständig im Browser des Nutzers (Whisper.wasm, ein als Open-Source verfügbares Sprachmodell). Hierbei gilt:
- Kein Audio-Upload: Der Mikrofon-Audio-Stream wird ausschließlich im Arbeitsspeicher des Browsers verarbeitet und nicht an Server übertragen. Weder Anotio noch ein Drittanbieter empfängt die Audio-Daten.
- Aktivierung nur mit Opt-in: Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert und muss vom Nutzer einmalig in den Lerneinstellungen ausdrücklich aktiviert werden. Der Browser fordert dabei zusätzlich die Berechtigung zum Mikrofon-Zugriff an.
- Verarbeitung der Transkripte: Die aus der Sprache erzeugten Texte werden wie reguläre Tastatureingaben behandelt und fließen in die jeweilige Lernaktivität (z.B. Karteikarten-Antwort, Mitschrift). Sie unterliegen damit den Speicherregeln für Inhaltsdaten (siehe Abschnitt 5).
- Widerruf: Die Spracheingabe kann jederzeit in den Einstellungen deaktiviert werden. Der Mikrofon-Zugriff lässt sich zusätzlich über die Browser-Einstellungen entziehen.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung). Eine Datenübermittlung an Drittländer findet bei der Spracheingabe nicht statt, da die Transkription ohne Server-Beteiligung im Browser erfolgt.
Datenübermittlung in Drittländer (USA)
Bei Nutzung der KI-Funktionen können personenbezogene Daten an die Muttergesellschaften der Anbieter in den USA gelangen. Grundlage dafür ist:
- Google: Die Google LLC ist unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert. Die Übermittlung stützt sich auf den Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission vom 10. Juli 2023 (Art. 45 DSGVO).
- OpenAI und Anthropic: Die Übermittlung stützt sich nicht auf das Data Privacy Framework, sondern auf die EU-Standardvertragsklauseln (Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO), die Bestandteil der Auftragsverarbeitungsbedingungen der Anbieter sind.
Einwilligung: Die Nutzung der KI-Funktionen erfordert eine ausdrückliche Einwilligung, die beim ersten Aufruf einer KI-Funktion eingeholt wird. Diese Einwilligung kann jederzeit unter Einstellungen › KI widerrufen werden (Art. 7 Abs. 3 DSGVO). Durch den Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der bis dahin erfolgten Verarbeitung nicht berührt.
Speicherdauer: KI-generierte Inhalte (z.B. Bewertungen, Musterlösungen) werden als Teil der Inhaltsdaten für die Dauer der Kontolaufzeit gespeichert. Chat-Verläufe können vom Nutzer jederzeit einzeln gelöscht werden.
Nutzungsprotokoll: Zu jeder KI-Anfrage speichern wir Art der Funktion, Anbieter, Modell, Zahl der Tokens, Dauer und die geschätzten Kosten, ohne Inhalte. Das dient der Kostenkontrolle und den Grenzen der fairen Nutzung (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). Nach 13 Monaten verlieren die Einträge die Kennung Ihres Kontos und bleiben nur als Statistik ohne Bezug zu Ihnen, ebenso sofort mit der Löschung des Kontos. Der Verbrauch von KI-Guthaben steht zusätzlich in den Buchungen des Guthabens, die als Buchungsbelege 8 Jahre aufbewahrt werden.
Widerruf: Widerrufen Sie die Einwilligung, startet keine KI-Funktion mehr. KI-Aufträge, die noch auf ihre Verarbeitung warten, etwa Karten aus einem PDF oder eine Übungsfall-Serie, brechen ab. Der KI-Dienst prüft die Einwilligung vor jedem Auftrag erneut. Die Einträge der Suche in den eigenen Mitschriften werden gelöscht. Willigen Sie später wieder ein, werden sie bei der nächsten Frage neu berechnet.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung).
Kennzeichnung von KI-Inhalten
Inhalte, die die KI erzeugt hat, etwa Handouts, Kurzfassungen, die Lernstrategie und KI-Karten, kennzeichnet die App mit dem Kürzel „KI“. Das gilt auch für Mitschriften, in die Sie eine Verbesserung der KI übernommen haben. Exporte nach Word, PDF und Anki tragen einen Vermerk und eine maschinenlesbare Kennzeichnung in den Dateieigenschaften.
Automatisierte Einzelentscheidungen (Art. 22 DSGVO)
Die KI-gestützten Bewertungen (z.B. Fallbewertung) stellen keine rechtsverbindlichen automatisierten Entscheidungen im Sinne von Art. 22 DSGVO dar. Sie dienen ausschließlich als unverbindliche Lernhilfe und entfalten keine rechtliche Wirkung. Es findet kein Profiling statt. Art. 22 DSGVO findet daher keine Anwendung.
Anotio ist eine private Lernhilfe und keine Bildungs- oder Berufsbildungseinrichtung. Die KI-Bewertungen werden nicht zur Steuerung des Bildungsweges, zur Zulassung zu Ausbildungs- oder Studienprogrammen oder zur Beurteilung des Bildungsniveaus des Nutzers durch Dritte (z.B. Hochschulen, Kammern, Justiz) eingesetzt.
9. E-Mail-Versand
Wir versenden E-Mails an registrierte Nutzer, an die im Kontaktformular angegebene Adresse und an Empfänger des Newsletters. Der Versand erfolgt über den IONOS SMTP-Server (IONOS SE, Elgendorfer Str. 57, 56410 Montabaur, Deutschland), mit dem ein Auftragsverarbeitungsvertrag besteht. E-Mail-Adressen geben wir nicht an Dritte weiter.
Mitteilungen zum Vertrag
Diese E-Mails gehören zur Nutzung der Plattform und gehen ohne gesonderte Einwilligung hinaus:
- Bestätigung der E-Mail-Adresse nach der Registrierung (Link 24 Stunden gültig), auch an eine vor der Bestätigung korrigierte Adresse
- Zurücksetzen des Passworts (Link 1 Stunde gültig)
- Bestätigung einer neuen E-Mail-Adresse und Hinweis an die bisherige Adresse
- Vormerkung, Abbruch und Vollzug der Kontolöschung
- Eingangs- und Vertragsbestätigungen zu Abonnement und KI-Guthaben mit Widerrufsbelehrung, Hinweise zu fehlgeschlagenen Zahlungen und zum Ende des Abonnements, Bestätigungen von Kündigung und Widerruf
- Eine sachliche Mitteilung einen Tag vor dem Ende der Testphase darüber, was danach mit dem Konto geschieht
- Mitteilungen über Änderungen der AGB oder der Preise
- Mitteilungen zu Meldungen von Inhalten und Begründungen von Sperren (Digital Services Act)
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).
Sicherheitshinweise
Melden Sie sich von einem Gerät an, das wir noch nicht kennen, schicken wir einen Hinweis mit Gerät, IP-Adresse und Zeitpunkt, damit Sie eine fremde Anmeldung bemerken. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Sicherheit der Konten).
Versucht jemand, sich mit einer Adresse zu registrieren oder eine Adresse einzutragen, zu der schon ein Konto besteht, geht an diese Adresse ein kurzer Hinweis darauf, ohne Angaben zur anfragenden Person. So erfahren nur Sie als Inhaber der Adresse davon, und die Registrierung verrät Dritten nicht, ob Sie ein Konto haben. Wie oft solche Hinweise hinausgehen, ist begrenzt. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Sicherheit der Konten und am Schutz vor dem Ausspähen von Konten).
Benachrichtigungen, die Sie selbst steuern
Unter Einstellungen › Benachrichtigungen schalten Sie einzeln ein oder aus: E-Mails zu Verbindungsanfragen und zu Decks oder Übungen, die Ihnen jemand schickt (ab Werk an, weil sie auf eine Handlung eines anderen Nutzers antworten), und die wöchentliche Zusammenfassung Ihres Lernstands (ab Werk aus). Erinnerungen an eigene Kalendertermine stellen Sie im Kalender ein. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.
Tipps und Hinweise (nur mit Einwilligung)
Wer bei der Registrierung oder später in den Einstellungen das gesonderte Häkchen setzt, bekommt Tipps zum Start in der Testphase und Hinweise zu Anotio, auch zum Abonnement und zu neuen Funktionen. Das Häkchen ist freiwillig und nicht vorausgewählt. Für die Nutzung der Plattform spielt es keine Rolle.
Verarbeitete Daten: E-Mail-Adresse, Anzeigename, Beginn der Testphase und ob ein Abonnement besteht (damit Sie keine Hinweise zum Abo bekommen, das Sie schon haben). Als Nachweis der Einwilligung speichern wir Erteilung und Widerruf mit Zeitpunkt und einem Hashwert der IP-Adresse.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO und § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG (Einwilligung). Widerruf: jederzeit mit Wirkung für die Zukunft unter Einstellungen › Benachrichtigungen, per E-Mail an kontakt@anotio.de oder über den Hinweis in jeder dieser E-Mails. Speicherdauer: Der Schalter gilt, bis Sie ihn ändern oder das Konto löschen. Zum Nachweis siehe Abschnitt 14.
10. Zahlungsabwicklung (Stripe)
Für die Abwicklung des Abonnements und den Kauf von KI-Guthaben nutzen wir den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe, Limited (1 Grand Canal Street Lower, Grand Canal Dock, Dublin, D02 H210, Irland). Zum Stripe-Konzern gehört die Stripe, LLC (354 Oyster Point Blvd, South San Francisco, CA 94080, USA).
Die kostenlose Testphase kommt ohne Zahlungsmittel aus. Dabei werden keine Daten an Stripe übermittelt. Erst bei Abschluss des Abonnements oder beim Kauf von KI-Guthaben werden folgende Daten an Stripe übermittelt bzw. von Stripe erhoben:
- E-Mail-Adresse und Ihre Kennung bei Anotio
- Rechnungsanschrift und, falls Sie eine angeben, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
- Zahlungsinformationen (z.B. Kreditkartendaten)
- IP-Adresse und Angaben zum Gerät
- Transaktionsbeträge und -zeitpunkte
Hinweis: Zahlungsdaten (z.B. Kreditkartennummern) werden ausschließlich von Stripe verarbeitet und nicht auf unseren Servern gespeichert. Wir erhalten von Stripe lediglich Referenzen (Kunden-, Abo- und Zahlungskennung), den Zahlungsstatus und die Rechnungen.
Zahlungsfelder in der App: Adresse und Zahlungsdaten geben Sie in einem Fenster der App ein. Die Eingabefelder stellt Stripe bereit. Dafür lädt Ihr Browser erst beim Öffnen dieses Fensters Programmcode von Stripe (Stripe.js, von js.stripe.com), der die Eingaben direkt an Stripe überträgt und zur Betrugsprävention Angaben zum Gerät und zur Sitzung erhebt. Dabei kann Stripe Cookies oder vergleichbare Kennungen auf Ihrem Gerät speichern. Das ist für die von Ihnen gewünschte Zahlung erforderlich (§ 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG). Auf den übrigen Seiten der App wird kein Programmcode von Stripe geladen.
Rollen: Für die Abwicklung der Zahlungen in unserem Auftrag ist Stripe Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Grundlage ist das Data Processing Agreement von Stripe. Für eigene Zwecke verarbeitet Stripe die Daten als eigenständiger Verantwortlicher, insbesondere zur Betrugsprävention, zur Erfüllung der Pflichten als Zahlungsinstitut (etwa Geldwäscheprävention und Identitätsprüfung), zur Zusammenarbeit mit Banken und Kartennetzen sowie beim Bezahlen über Stripe Link. Dafür gilt die Datenschutzerklärung von Stripe.
Datenübermittlung in Drittländer: Die Stripe, LLC ist unter dem EU-U.S. Data Privacy Framework (DPF) zertifiziert (Art. 45 DSGVO). Ergänzend bestehen EU-Standardvertragsklauseln.
Speicherdauer: Rechnungen und Buchungsbelege bewahren wir nach den handels- und steuerrechtlichen Pflichten 8 Jahre auf (§ 147 Abs. 3 AO, § 257 Abs. 4 HGB, § 14b UStG), gerechnet ab dem Ende des Kalenderjahres.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung), für die Aufbewahrung Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO.
Datenschutzerklärung von Stripe: stripe.com/de/privacy
11. Hosting und Auftragsverarbeiter
Hosting (Hetzner)
Diese Webanwendung wird bei Hetzner Online GmbH (Industriestr. 25, 91710 Gunzenhausen, Deutschland) gehostet. Hetzner verarbeitet als Auftragsverarbeiter folgende Daten:
- IP-Adresse des zugreifenden Endgeräts
- Zeitpunkt des Zugriffs
- Abgerufene Dateien und übertragene Datenmenge
- Referrer-URL und User-Agent
Die gesamte Serverinfrastruktur (Webserver, Datenbank, Vektordatenbanken, Redis-Cache, TURN-Server) wird auf Servern von Hetzner in Deutschland betrieben. Durch das Hosting verlassen die Daten den Europäischen Wirtschaftsraum nicht. Für andere Empfänger, etwa die KI-Anbieter, gelten die Angaben in den jeweiligen Abschnitten.
Auftragsverarbeitungsvertrag: Mit Hetzner besteht ein AV-Vertrag gemäß Art. 28 DSGVO.
Serverstandort: Deutschland (EU). Es findet keine Datenübermittlung in Drittländer durch das Hosting statt.
Speicherdauer der Server-Logfiles: Die Zugriffsprotokolle des Webservers enthalten die IP-Adresse nur gekürzt, bei IPv4 ohne die letzte Zahl, bei IPv6 nur die ersten drei Blöcke. Vollständig steht sie nur in Fehlermeldungen des Webservers. Beide werden fortlaufend überschrieben, sobald sie eine feste Größe erreichen, und reichen bei unserem Aufkommen etwa drei Wochen zurück. Die Protokolle der Anwendung (aufgerufene Funktion, Kennung des Kontos, Fehler) löschen wir nach 30 Tagen. Kennungen in Adressen, etwa die Adresse Ihres Kalender-Abonnements, werden vor dem Schreiben unkenntlich gemacht. Fehlermeldungen des Servers mit Kennung des Kontos, aufgerufener Funktion und Fehlertext bewahren wir für die Fehlersuche 90 Tage auf, die IP-Adresse darin nur 30 Tage.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der stabilen und sicheren Bereitstellung der Anwendung).
Datenschutzerklärung von Hetzner: hetzner.com/de/legal/privacy-policy
Offsite-Backup (IONOS)
Zur Sicherung der Datenintegrität und Wiederherstellbarkeit legen wir jede Nacht verschlüsselte Sicherungen an. Sie liegen zwei Tage auf einem eigenen Datenträger bei Hetzner und 30 Tage auf einem separaten Server bei IONOS SE (Elgendorfer Str. 57, 56410 Montabaur, Deutschland).
Datenkategorien: Die Sicherungen enthalten Kopien der gesamten Datenbank (Kontodaten, Inhaltsdaten, Einstellungen), der hochgeladenen Dateien (Anhänge, Tonaufnahmen, Klausur-PDFs) und des Zwischenspeichers. Sie sind mit GPG (AES-256) verschlüsselt und ohne den Schlüssel nicht lesbar. Die Datenbank für die Suche in den eigenen Mitschriften wird nicht gesichert.
Serverstandort: Deutschland (EU). Es findet keine Datenübermittlung in Drittländer statt.
Speicherdauer: Sicherungen werden automatisch gelöscht, auf dem Datenträger bei Hetzner nach zwei Tagen, bei IONOS nach 30 Tagen. Daten, die Sie löschen, sind deshalb noch bis zu 30 Tage in diesen verschlüsselten Sicherungen enthalten. Müssen wir eine Sicherung einspielen, löschen wir danach erneut, was seit ihrer Erstellung gelöscht wurde.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Sicherstellung der Datenverfügbarkeit und Wiederherstellbarkeit gemäß Art. 32 Abs. 1 lit. c DSGVO).
Error-Monitoring (Sentry)
Zur Sicherstellung der Plattform-Stabilität übermitteln wir Programmierfehler unseres Servers an Functional Software Inc. dba Sentry. Die Verarbeitung erfolgt in der EU-Region (Frankfurt) über die Adresse*.ingest.de.sentry.io.
Fehler, die in Ihrem Browser auftreten, übermitteln wir nicht an Sentry. Sie gehen nur an unseren eigenen Server und werden dort mit Fehlermeldung, Seite, Browser und Kennung des Kontos, aber ohne IP-Adresse, höchstens 30 Tage gespeichert.
Datenkategorien:
- Art und Text der Fehlermeldung. E-Mail-Adressen darin schwärzen wir vor dem Versand.
- Der Stack-Trace des fehlgeschlagenen Codes, also Dateien, Zeilen und Funktionen unseres Programms mit den umgebenden Codezeilen. Die Werte, mit denen die Funktionen aufgerufen wurden, sind nicht enthalten.
- Eine pseudonymisierte Nutzer-ID (UUID, keine E-Mail, kein Name).
- Methode und Pfad der Anfrage ohne Suchparameter. Der Pfad kann die Kennung einer Mitschrift oder Karte enthalten, nicht aber deren Inhalt.
- Vier technische Kopfzeilen der Anfrage: Inhaltstyp, Länge, erwartetes Antwortformat und die aufrufende Seite von Anotio.
- PHP-Version, Betriebssystem und Programmversion des Servers.
Was wir technisch ausschließen: Bevor ein Fehler an Sentry geht, entfernt unser Server alles Übrige. Wir senden keine IP-Adressen, keine weiteren Request-Header (also weder Browserkennung noch Gerätename noch Anmeldedaten), keine Cookies, keine Suchparameter der Adresse, keinen Inhalt der Anfrage und keine Werte aus dem Programmablauf. Inhalte Ihrer Karteikarten, Notizen und Erklärungen und Ihre Eingaben bei der Anmeldung gehören damit nicht zu den übermittelten Daten.
Serverstandort: EU-Region (Frankfurt). Die Verarbeitung erfolgt vorrangig innerhalb der EU. Sentry Inc. (San Francisco, USA) ist als Konzernmutter ein Subprocessor und unter dem EU-US Data Privacy Framework (DPF)zertifiziert.
Auftragsverarbeitungsvertrag: Mit Sentry besteht ein AV-Vertrag (DPA) gemäß Art. 28 DSGVO.
Speicherdauer: 30 Tage, danach löscht Sentry die Fehlerereignisse automatisch.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Stabilität und Sicherheit der Anwendung).
Datenschutzerklärung von Sentry: sentry.io/privacy
Benachrichtigung des Betreibers (Telegram)
Damit der Betreiber Störungen schnell bemerkt, schickt unser Server kurze Meldungen an sein Telegram-Konto. Das sind Störungsmeldungen (betroffene Funktion, Pfad und der Anfang der Fehlermeldung) und Zahlen, etwa dass sich ein neues Konto registriert oder ein Abonnement begonnen hat. Vor dem Versand entfernt der Server E-Mail-Adressen, Kontokennungen, IP-Adressen und Kennungen beim Zahlungsdienstleister. Namen oder Inhalte schicken wir nicht. Ganz ausschließen lässt sich nicht, dass ein Fehlertext einmal ein Wort aus einer Eingabe enthält.
Empfänger: Telegram Messenger Inc. (British Virgin Islands). Nach eigenen Angaben speichert Telegram Daten von Nutzern im Europäischen Wirtschaftsraum in Rechenzentren in den Niederlanden. Vertreter in der EU ist das European Data Protection Office (EDPO), Brüssel. Für die Britischen Jungferninseln gibt es keinen Angemessenheitsbeschluss. Weil die Meldungen um Angaben zur Person bereinigt sind, halten wir die Übermittlung auf das Nötigste beschränkt. Speicherdauer: Der Betreiber löscht die Meldungen spätestens nach 30 Tagen. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an einem sicheren und verfügbaren Betrieb).
12. Push-Benachrichtigungen (Web Push)
Anotio bietet die Möglichkeit, Browser-Push-Benachrichtigungen zu erhalten (z.B. bei neuen Direktnachrichten, Verbindungsanfragen oder Gruppeneinladungen). Die Nutzung ist vollständig freiwillig und erfordert eine ausdrückliche Zustimmung über den Browser-Berechtigungsdialog.
Technische Umsetzung: Wir verwenden das standardisierte Web-Push-Protokoll (RFC 8030) mit VAPID-Authentifizierung (Voluntary Application Server Identification). Push-Nachrichten werden über den Push-Dienst des jeweiligen Browsers zugestellt (z.B. Google Firebase Cloud Messaging bei Chrome, Microsoft Windows Push Notification Services bei Edge, Mozilla Push Service bei Firefox, Apple Push Notification Service bei Safari).
Verarbeitete Daten:
- Push-Subscription-Endpunkt (URL des Browser-Push-Dienstes)
- Kryptographische Schlüssel für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Nachrichteninhalte (p256dh, auth)
- Zuordnung zum Nutzerkonto
Die Inhalte der Push-Benachrichtigungen werden Ende-zu-Ende-verschlüsselt (RFC 8291, ECE-Verfahren) an den Browser-Push-Dienst übertragen. Der Push-Dienst des Browsers kann die Nachrichteninhalte nicht entschlüsseln. Übermittelt werden lediglich der vom Browser vergebene Subscription-Endpunkt, die VAPID-Signatur sowie der verschlüsselte Nachrichten-Blob.
Drittland-Transfer: Je nach Browserwahl des Nutzers liegen die zugehörigen Push-Dienste teilweise außerhalb der EU. Das betrifft insbesondere Google (Chrome), Microsoft (Edge) und Apple (Safari). Alle drei sind US-Anbieter. Der Mozilla Push Service (Firefox) wird in der EU betrieben. Da der Inhalt der Nachrichten Ende-zu-Ende-verschlüsselt ist, erlangt kein Push-Dienst Kenntnis vom Klartext. Übertragen wird lediglich die Push-Subscription-URL des jeweiligen Dienstes (vom Browser selbst erzeugt) zusammen mit dem verschlüsselten Blob.
Widerruf: Push-Benachrichtigungen können jederzeit in den Browser-Einstellungen oder in den App-Einstellungen deaktiviert werden. Bei Deaktivierung wird die gespeicherte Push-Subscription gelöscht. Beim Abmelden endet der Empfang auf diesem Gerät, auch wenn die App Sie selbst abmeldet. Die App beendet dann das Abonnement im Browser. Auf dem Server löschen wir es sofort oder, wenn die Sitzung schon abgelaufen war, beim nächsten Zustellversuch. Nach der nächsten Anmeldung schalten Sie die Benachrichtigungen bei Bedarf in den Einstellungen wieder ein.
Speicherdauer: Push-Subscriptions werden für die Dauer der Aktivierung gespeichert und bei Deaktivierung oder Kontolöschung entfernt.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung) in Verbindung mit § 25 Abs. 1 TDDDG (Zugriff auf Endgeräteinformationen).
13. Cookies und lokale Speicherung
Anotio verwendet nur technisch notwendige Cookies und lokalen Speicher im Browser. Es gibt kein Tracking und keine Analyse- oder Werbe-Cookies. Eine Einwilligung ist dafür nicht erforderlich. Der Hinweis beim ersten Besuch informiert nur darüber. Einzige Stelle mit Cookies eines anderen Anbieters ist das Zahlungsfenster (siehe unten).
Cookies
anotio_refresh: hält Sie angemeldet und erneuert die Sitzung. 30 Tage, nur über HTTPS, für JavaScript nicht lesbar (httpOnly).anotio_csrf: Schutz vor untergeschobenen Anfragen (Cross-Site-Request-Forgery). 24 Stunden, nur über HTTPS.anotio_gcal_state: nur beim Verbinden des Google-Kalenders, prüft, dass die Rückkehr von Google zu Ihrer Anfrage gehört. 10 Minuten, httpOnly.- Nur im Zahlungsfenster: Öffnen Sie es, um ein Abonnement abzuschließen oder KI-Guthaben zu kaufen, setzt Stripe eigene Cookies (etwa
__stripe_mid, bis zu einem Jahr, und__stripe_sid, 30 Minuten). Stripe erkennt damit Betrugsversuche, auch über Websites hinweg, die Stripe nutzen. Das ist für die von Ihnen gewünschte Zahlung erforderlich (siehe Abschnitt 10).
Lokaler Speicher im Browser
- Angaben zur Anmeldung (
anotio_user): Kennung, E-Mail-Adresse, Anzeigename, Vor- und Nachname, Examensstufe, damit die Oberfläche schnell lädt. Der Zugangsschlüssel (Access Token) liegt nur im Arbeitsspeicher, nicht im Speicher des Browsers. - Einstellungen des Geräts, etwa Darstellung, Zoom, eingeklappte Bereiche, Ihre Markierungen in PDF-Dateien (nur auf diesem Gerät) und ob Sie den Hinweis zu Cookies gesehen haben.
- Entwürfe und Ungesendetes: noch nicht gespeicherte Eingaben und Bewertungen, die ohne Netz entstanden sind, bis sie beim Server angekommen sind.
- Arbeitsstände der Oberfläche: die laufende Abfrage mit den Karten darin und ein Vorrat der zuletzt geladenen Karten (damit Sie ohne Netz lernen können), der Verlauf des KI-Chats für eine Wiederholung bis zu sieben Tage, Lesezeichen und zuletzt Genutztes, die zuletzt geöffnete Mitschrift, Auswahl im Kalender und der Stand des Fokus-Timers.
- Offline-Ablage (IndexedDB): Kopien der Mitschriften, Kurse und Decks samt Karten, die Sie als offline verfügbar markieren.
- Gemeinsam geführte Mitschriften (IndexedDB): Bei Mitschriften, die Sie mit anderen gemeinsam führen und bearbeiten dürfen, der Arbeitsstand der gemeinsamen Bearbeitung. So gehen Änderungen ohne Verbindung nicht verloren.
- Für die Dauer der Sitzung (sessionStorage, endet mit dem Schließen des Tabs): etwa eine gerade geöffnete geteilte Mitschrift und der Merker, ob Sie vor dem Neuladen im Sprachkanal waren.
- Ohne Bezug zu Ihrer Person: Der Service Worker hält die Programmdateien der App vor, damit sie schnell und auch ohne Netz startet. Antworten unseres Servers mit Ihren Daten legt er nicht ab. Wer die Spracheingabe nutzt, lädt das Sprachmodell von unserem Server, der Browser hält es danach im Cache.
Beim Abmelden löschen wir den lokalen Speicher bis auf die Einstellungen des Geräts, beenden das Push-Abonnement des Geräts und nehmen die Hinweise zu Giphy und den Sprachkanal zurück. Wer sich danach an diesem Gerät anmeldet, wird vor der ersten Nutzung erneut gefragt. Meldet die App Sie selbst ab, etwa nach 45 Minuten ohne Eingabe oder weil die Sitzung abgelaufen ist, geschieht dasselbe. Nur was der Server noch nicht hat, bleibt dann liegen, bis Sie sich wieder anmelden: ohne Netz entstandene Bewertungen und Mitschriften, ungesicherte Entwürfe und bei gemeinsam geführten Mitschriften die Arbeitsstände mit noch nicht übertragenen Änderungen. Meldet sich am selben Gerät eine andere Person an, löschen wir auch das. Auf einem Gerät, das andere mitbenutzen, sollten Sie sich trotzdem von Hand abmelden.
Koppeln Sie ein Tablet für den Zeichenblock, merkt sich der Browser dort den eingegebenen Nutzernamen, damit Sie ihn nicht jedes Mal eintippen müssen. Er bleibt auf diesem Gerät, bis Sie den Speicher des Browsers dort löschen.
Einwilligungen in der App
Einwilligungen, die Sie in der App erteilen, etwa für die KI-Funktionen, für Giphy und für den Sprachkanal, speichern wir zusätzlich auf dem Server (Tabelle user_consents), um sie nach Art. 7 Abs. 1 DSGVO nachweisen zu können. Die IP-Adresse steht dort nur als Hashwert.
Rechtsgrundlage: § 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG (unbedingt erforderlich für den von Ihnen gewünschten Dienst) in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, für den Nachweis der Einwilligungen Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO.
14. Datenlöschung und Kontolöschung
Nutzer können ihr Konto jederzeit unter Einstellungen → Konto löschen. Die Löschung erfolgt nach einer 30-tägigen Karenzzeit (DSGVO-konform), in der die Löschung durch erneutes Einloggen widerrufen werden kann. Wer die Karenzzeit nicht möchte, wählt beim Löschen „Sofort löschen“. Dann werden die Daten unmittelbar gelöscht, und ein Zurück gibt es nicht. Solange ein Widerruf bearbeitet wird, ist nur die Löschung mit Karenzzeit möglich, damit die Erstattung nachvollziehbar bleibt.
Ist beim Löschen noch gekauftes KI-Guthaben übrig oder steht Ihnen der anteilige Rest eines verlängerten Jahresabonnements zu, bewahren wir einen Erstattungsvermerk auf: den Betrag, die zugehörigen Zahlungen, die Kundennummer beim Zahlungsdienstleister Stripe und die E-Mail-Adresse. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Unser berechtigtes Interesse ist die Erfüllung der nachvertraglichen Pflicht zur Erstattung. Die E-Mail-Adresse löschen wir, sobald die Erstattung erledigt ist. Der Vermerk selbst wird nach drei Jahren gelöscht (regelmäßige Verjährung).
Nach Ablauf der Karenzzeit, bei der Sofortlöschung sofort, werden alle personenbezogenen Daten und Inhaltsdaten endgültig gelöscht, aus der Datenbank und von den Servern. Eine bloß als gelöscht markierte Kopie bleibt nicht zurück. In den verschlüsselten Sicherungen sind die Daten noch bis zu 30 Tage enthalten, danach werden auch diese gelöscht (siehe Abschnitt 11, „Offsite-Backup“). Dies umfasst:
- Kontodaten (E-Mail, Name, Passwort-Hash)
- Alle Inhaltsdaten (Karteikarten, Lernfortschritt, Chat-Verläufe, Fallübungen, Schemata, Mitschriften samt früheren Ständen, Randbemerkungen, Versuche im Erklärmodus und in der freien Wiedergabe, Bewertungsanker)
- Hochgeladene Dateien (Anhänge von Mitschriften einschließlich Tonaufnahmen, Klausur-PDFs, Chat-Anhänge, Bildmasken)
- Einträge in der Vektordatenbank für die Suche in den eigenen Mitschriften
- Kündigungs- und Widerrufserklärungen mit Name und E-Mail-Adresse
- API-Keys (verschlüsselt gespeichert)
- Refresh Tokens und Sitzungsdaten
- Nutzereinstellungen und -präferenzen
Gelöschte Inhalte: Löscht der Nutzer ein Deck, eine Karteikarte oder eine Mitschrift, wird sie zunächst nur als gelöscht markiert und ist für den Nutzer nicht mehr sichtbar. Innerhalb von 24 Stunden kann sie zurückgeholt werden: unmittelbar nach dem Löschen über „Rückgängig", Mitschriften außerdem über den Papierkorb, Decks auf Anfrage über den Anbieter. Danach wird sie endgültig aus der Datenbank und vom Server gelöscht, einschließlich Anhängen und Bildern. Die Lernhistorie zu einer gelöschten Karteikarte (Zeitpunkt, Bewertung und Dauer einer Wiederholung, ohne den Inhalt der Karte) bleibt erhalten, damit Statistiken und Lernserie stimmen. Gelöscht wird sie mit dem Konto.
Was bei anderen bleibt: Decks, Übungen oder Mitschriften, die Sie anderen geschickt haben, sind dort eigene Kopien und bleiben beim Empfänger, ohne Verbindung zu Ihrem Konto. Leiten Sie eine Lerngruppe, geht die Leitung beim Löschen an das Mitglied über, das am längsten dabei ist. Sind Sie das einzige Mitglied, wird die Gruppe aufgelöst.
Was vom Konto gelöst aufbewahrt wird: Buchungsbelege zu Abo und Guthaben (Betrag, Datum, Stripe-Referenz) bewahren wir ohne Name und E-Mail-Adresse 8 Jahre auf. Rechnungen liegen bei unserem Zahlungsdienstleister Stripe (Art. 17 Abs. 3 lit. b DSGVO in Verbindung mit § 147 Abs. 3 AO, § 257 Abs. 4 HGB und § 14b UStG). Nachweise erteilter Einwilligungen, etwa die Zustimmung zum sofortigen Beginn des Abonnements, bleiben ohne Name und E-Mail-Adresse, aber mit der Kennung des Abonnements bei Stripe, vier Jahre nach ihrer Erteilung erhalten. So lange kann ein Streit über Widerruf oder Wertersatz noch entstehen (Art. 17 Abs. 3 lit. e DSGVO).
Prüfwert der E-Mail-Adresse: Hat ein Konto die kostenlose Testphase oder ein Startguthaben erhalten, speichern wir bei seiner endgültigen Löschung einen Prüfwert der E-Mail-Adresse. Dasselbe gilt für die bisherige Adresse, wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse ändern. Der Prüfwert ist ein kryptografischer Hashwert (SHA-256) der vereinheitlichten Adresse (klein geschrieben, ohne einen Zusatz nach „+“, bei Gmail ohne Punkte im Namen). Die Adresse selbst lässt sich daraus nicht ablesen, eine bekannte Adresse aber damit abgleichen. Gespeichert werden nur der Prüfwert, der Anlass (Testphase, Startguthaben) und das Datum. Zweck ist, dass die Testphase und die Startguthaben je E-Mail-Adresse nur einmal gewährt werden, auch wenn ein Konto gelöscht und neu angelegt wird. Speicherdauer: drei Jahre ab der Löschung des Kontos oder der Änderung der Adresse, danach wird der Prüfwert automatisch gelöscht. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse, einen Missbrauch der kostenlosen Angebote zu verhindern).
Abgleich mit Wegwerf-Diensten: Bei der Registrierung und bei der Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse gleichen wir den Teil der Adresse nach dem „@“ (die Domain) mit einer Liste von Diensten für Wegwerf-Adressen ab. Gehört die Domain zu einem solchen Dienst, gewähren wir kein Startguthaben zur Testphase. Die Testphase selbst und das Startguthaben zum Abonnement bleiben davon unberührt. Der Abgleich findet ausschließlich auf unserem Server statt, die Adresse wird dafür an niemanden übermittelt. Die Liste stammt aus dem öffentlichen Projekt „disposable-email-domains“ und liegt als Datei auf unserem Server. Wird das Startguthaben deshalb nicht gewährt, vermerken wir das mit der Domain im Sicherheitsprotokoll (Abschnitt 7) mit der dort genannten Speicherdauer. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse, einen Missbrauch der kostenlosen Angebote zu verhindern).
Laufendes Abonnement: Beim Löschantrag mit Karenzzeit entscheiden Sie, ob ein laufendes Abonnement zum Ende des bezahlten Zeitraums gekündigt wird (Vorgabe) oder weiterläuft. Bei der Sofortlöschung wird es immer gekündigt. Ein weiterlaufendes oder noch bis zum Periodenende laufendes Abonnement können Sie mit einem neuen Konto unter derselben, bestätigten E-Mail-Adresse wieder verknüpfen (Einstellungen → Abo & Abrechnung → „Abo wiederherstellen“). Dafür fragen wir bei Stripe nach Kunden mit Ihrer E-Mail-Adresse.
Datenexport: Vor der Löschung können Nutzer ihre Daten über Einstellungen → Datenschutz → Datenexport im JSON-Format herunterladen (Art. 20 DSGVO). Er enthält die Daten aller Bereiche, die Ihrem Konto zugeordnet sind, ohne Passwort-Hash und andere Geheimnisse. Was nur der Betreiber führt, etwa Sicherheitsprotokolle, Zahlungen und Korrespondenz, erhalten Sie auf Anfrage als Auskunft nach Art. 15 DSGVO. Der Export enthält auch die Anhänge der Mitschriften als Liste mit dem daraus gelesenen Text (erkannter Text von Bildern, Text von PDF-Dateien je Seite). Die Dateien selbst lassen sich in der App einzeln herunterladen.
15. Ihre Rechte
Sie haben nach der DSGVO folgende Rechte:
- Auskunftsrecht (Art. 15 DSGVO): Sie können Auskunft über Ihre verarbeiteten personenbezogenen Daten verlangen.
- Recht auf Berichtigung (Art. 16 DSGVO): Sie können die Berichtigung unrichtiger Daten verlangen.
- Recht auf Löschung (Art. 17 DSGVO): Sie können die Löschung Ihrer Daten verlangen (siehe Kontolöschung).
- Recht auf Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO): Sie können die Einschränkung der Verarbeitung verlangen.
- Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO): Sie können Ihre Daten in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format (JSON) unter Einstellungen → Datenschutz exportieren.
- Recht auf Widerruf der Einwilligung (Art. 7 Abs. 3 DSGVO): Sie können eine erteilte Einwilligung (z.B. für KI-Funktionen) jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt unberührt.
- Recht auf Beschwerde (Art. 77 DSGVO): Sie haben das Recht, sich bei einer Aufsichtsbehörde zu beschweren.
Widerspruchsrecht (Art. 21 DSGVO)
Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit der Verarbeitung Ihrer Daten zu widersprechen, die auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse) beruht. Wir verarbeiten die Daten dann nicht mehr, es sei denn, wir können zwingende schutzwürdige Gründe nachweisen, die Ihre Interessen, Rechte und Freiheiten überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen. Der Widerspruch ist formlos möglich, etwa per E-Mail an kontakt@anotio.de.
Zuständige Aufsichtsbehörde: Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg, Heilbronner Straße 35, 70191 Stuttgart.
Zur Ausübung Ihrer Rechte können Sie uns jederzeit über das Kontaktformular oder per E-Mail an kontakt@anotio.de erreichen.
16. Sicherheitsmaßnahmen
Wir treffen folgende technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz Ihrer Daten:
- Verschlüsselte Übertragung (HTTPS/TLS) für alle Verbindungen
- Passwort-Hashing mit bcrypt (Cost-Factor 12)
- Prüfung neuer Passwörter gegen bekannte Datenlecks über den Dienst Have I Been Pwned. Dabei verlassen nur die ersten fünf Zeichen eines Hashwerts des Passworts unseren Server, weder das Passwort noch Ihre E-Mail-Adresse.
- Zweiter Faktor bei der Anmeldung (Einmalcodes), freiwillig
- Brute-Force-Schutz mit Kontosperre nach 5 Fehlversuchen (15 Min.)
- Rate Limiting für alle API-Endpunkte
- HSTS, Content-Security-Policy und weitere Security Headers
- CSRF-Schutz (Double-Submit Cookie Pattern)
- XSS-Schutz durch Content-Sanitierung (DOMPurify, rehype-sanitize)
- Verschlüsselte Speicherung sensibler Daten (AES-256-GCM, authentifizierte Verschlüsselung)
- Erkennung neuer Geräte mit E-Mail-Benachrichtigung. Dafür speichern wir je Gerät einen Hashwert aus Browser und Netzbereich, die Browserkennung und die zuletzt genutzte IP-Adresse. Ein Gerät, von dem Sie sich zwölf Monate nicht angemeldet haben, löschen wir.
- Refresh Token Rotation bei jeder Erneuerung
- Access Tokens nur im Arbeitsspeicher (nicht persistent)
Einsicht durch den Betreiber (Support)
Zur Hilfe bei einem Problem kann der Betreiber um Einsicht in Ihr Konto bitten. Die Anfrage erscheint in der App mit dem Grund. Nur wenn Sie sie in Ihrer Sitzung ausdrücklich erlauben, sieht der Betreiber Ihre Oberfläche so, wie Sie sie sehen, und zwar ausschließlich lesend: Änderungen, Löschungen, Zahlungen und Sicherheitseinstellungen sind technisch gesperrt. Während der Einsicht sehen Sie ein Band und können sie jederzeit beenden. Spätestens nach 24 Stunden endet sie von selbst. Anfrage, Erlaubnis, Zugriff und Ende werden im Audit-Log festgehalten (§ 7). Rechtsgrundlage ist Ihre Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Ohne sie findet keine Einsicht statt.
17. Social Features und Community-Funktionen
Anotio bietet Funktionen für das gemeinsame Lernen. Sie nutzen sie nur, wenn Sie selbst eine Verbindung eingehen, einer Lerngruppe oder einem Lernraum beitreten oder etwas teilen. Was andere dabei von Ihnen sehen, stellen Sie in den Privatsphäre-Einstellungen ein.
Ab Werk eingeschaltet sind: die Teilnahme an den Gemeinschaftsfunktionen, die Anzeige Ihres Online-Status, Lesebestätigungen im Chat, Ihr Anzeigename an Inhalten, die Sie teilen, die Anzeige als belegt in gemeinsamen Kalendern, Push-Benachrichtigungen zu Chatnachrichten (nur mit Erlaubnis des Browsers) sowie E-Mails zu Verbindungsanfragen und geteilten Inhalten. Ihr Profil sehen ab Werk nur verbundene Nutzer.
Ab Werk ausgeschaltet sind: die Auffindbarkeit über Name oder E-Mail-Adresse, die Anzeige von Lernstatistik und Lernschwerpunkt im Profil, der Aktivitätsverlauf, das Teilen des Wissensstands mit Lerngruppen, der Vergleich mit anderen und der Lernraum-Verlauf.
Jede dieser Einstellungen lässt sich jederzeit ändern. Schalten Sie die Teilnahme an den Gemeinschaftsfunktionen aus, sind Sie für andere nicht mehr auffindbar und Ihr Online-Status ist verborgen.
Verbindungen (Freundschaften)
Nutzer können sich über einen persönlichen Freundescode miteinander verbinden. Dabei werden folgende Daten verarbeitet:
- Anzeigename und Verbindungsstatus (angefragt/angenommen/abgelehnt)
- Zeitpunkt der Verbindungsanfrage und -annahme
Verbindungsanfragen können jederzeit abgelehnt oder bestehende Verbindungen aufgelöst werden. Nutzer können andere Nutzer blockieren, wodurch keine gegenseitige Sichtbarkeit mehr besteht.
Nutzerprofil
Nutzer können ein optionales Profil mit folgenden Angaben erstellen:
- Bio (Freitext, max. 500 Zeichen)
- Universität
- Studienphase (Grundstudium, Hauptstudium, Examensvorbereitung, Referendariat)
- Geplanter Examensmonat
- Avatar-Farbe
Die Sichtbarkeit des Profils kann auf „privat“, „nur Freunde“ oder „öffentlich“ eingestellt werden. Standardmäßig ist das Profil nur für verbundene Nutzer sichtbar. Lernstatistiken werden standardmäßig nicht angezeigt. Anzeigename, Avatar und Online-Status sehen alle, mit denen Sie eine Lerngruppe, einen Lernraum, einen Chat oder eine geteilte Mitschrift teilen.
Geteilte Inhalte und Deck-Sharing
Nutzer können Karteikarten-Decks, Übungen und Mitschriften mit verbundenen Nutzern oder in Lerngruppen teilen. Die öffentliche Bibliothek wird von uns redaktionell zusammengestellt, Nutzer können dort nicht selbst veröffentlichen. Beim Teilen werden folgende Daten verarbeitet:
- Inhalt des geteilten Decks/der Übung (Kopie, nicht Referenz)
- Anzeigename des teilenden Nutzers
- Optionale Nachricht an den Empfänger
- Bestätigung der Urheberrechtskonformität
Geteilte Decks werden als vollständige Kopie erstellt. Die Kopie gehört dem Empfänger und bleibt bei ihm, auch wenn Sie das Original oder Ihr Konto löschen. Der Lernfortschritt bleibt stets nutzerspezifisch und wird nicht geteilt.
Eine Mitschrift können Sie auch gemeinsam mit anderen führen. Während Sie eine solche Mitschrift geöffnet haben, sehen die anderen Beteiligten, an welcher Stelle Ihre Schreibmarke steht, was Sie markiert haben und ob Sie gerade schreiben. Wer nur lesen darf, erscheint nur mit dem Abschnitt, in dem er liest. Diese Angaben werden nicht gespeichert. Die Übertragung läuft verschlüsselt über unseren Server in Deutschland.
Lernräume und Sprachkanal
In einem Lernraum lernen mehrere Nutzer gleichzeitig mit einem gemeinsamen Timer. Verarbeitet werden Anzeigename, Beitritts- und Anwesenheitszeit, der selbst gesetzte Status, Chat-Nachrichten des Raums und – falls gesetzt – das eigene Sitzungsziel.
Innerhalb eines Lernraums kann ein Sprachkanal betreten werden. Er ist ausdrücklich zu betreten und nicht Voraussetzung für die Teilnahme am Raum. Vor dem ersten Beitritt wird auf die nachstehenden Punkte hingewiesen. Der Zugriff auf das Mikrofon erfolgt erst nach Freigabe durch den Browser.
- Ende-zu-Ende verschlüsselt, nicht aufgezeichnet: Die Sprachdaten werden im Regelfall direkt zwischen den Geräten der Teilnehmenden übertragen (WebRTC, Ende-zu-Ende per DTLS-SRTP verschlüsselt). Sie werden zu keinem Zeitpunkt aufgezeichnet, gespeichert oder ausgewertet, und wir können sie nicht mitlesen.
- IP-Adressen zwischen Teilnehmenden: Damit eine direkte Verbindung zustande kommt, tauschen die beteiligten Geräte ihre Netzwerkadressen aus. Die übrigen Teilnehmenden des Sprachkanals können die IP-Adresse eines Teilnehmenden technisch wahrnehmen – dies ist bei direkter Verbindung systembedingt und der Grund für den vorgeschalteten Hinweis.
- Verbindungsaufbau (STUN): Zur Ermittlung der eigenen öffentlichen Adresse fragt Ihr Browser STUN-Server von Google (stun.l.google.com) an, die Google LLC in den USA betreibt. Google sieht dabei Ihre IP-Adresse und den Zeitpunkt. Sprachdaten fallen dort nicht an. Die Google LLC ist unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert (Art. 45 DSGVO). Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung durch Bestätigen des Hinweises und Beitritt zum Sprachkanal).
- Weiterleitung, wenn keine direkte Verbindung zustande kommt (TURN): Sitzen beide Seiten hinter einer strengen Netzwerkumsetzung (manche Mobilfunk- und Firmennetze), ist eine direkte Verbindung technisch nicht möglich. In diesem Fall läuft der Sprachstrom über unseren eigenen TURN-Server, der wie die übrige Plattform bei Hetzner in Deutschland steht. Er leitet die Pakete weiter, ohne sie zu entschlüsseln: Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung endet auf den Geräten der Teilnehmenden, nicht auf dem Server. Verarbeitet werden dabei die IP-Adressen der Beteiligten für die Dauer der Verbindung. Die Zugangsdaten für den Server gelten nur kurzzeitig und werden je Beitritt neu erzeugt. Sprachdaten werden nicht gespeichert. Scheitert eine Verbindung, schreibt der Server zur Fehlersuche eine Meldung mit der IP-Adresse der Gegenstelle in sein Protokoll. Es ist auf wenige Megabyte begrenzt und wird fortlaufend überschrieben. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung durch Beitritt zum Sprachkanal), daneben unser berechtigtes Interesse an einem funktionsfähigen Sprachkanal (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
- Auf unseren Servern gespeichert wird ausschließlich, ob ein Teilnehmender gerade am Sprachkanal teilnimmt (Ja/Nein). Dieser Vermerk entfällt beim Verlassen des Kanals, des Raums oder beim Abbruch der Verbindung.
- Anzeige des Sprechens: Ob jemand gerade spricht, ermittelt der Browser jedes Teilnehmenden für sich aus dem empfangenen Ton. Diese Information wird nicht übertragen und nicht gespeichert.
Widerruf: Der Sprachkanal kann jederzeit verlassen werden. Die Mikrofon-Freigabe lässt sich zusätzlich jederzeit im Browser zurücknehmen. Die Teilnahme am Lernraum bleibt davon unberührt.
GIFs in Chats (Giphy)
In den Chats zwischen Nutzern und im Lernraum-Chat können GIFs verschickt werden. Diese stammen von Giphy (Giphy, Inc., New York, USA). Vor der ersten Nutzung wird auf die nachstehenden Punkte hingewiesen.
- Die Suche läuft über unsere Server. Suchbegriffe werden an Giphy weitergereicht, ohne dass Ihre IP-Adresse dabei übermittelt wird. Wir speichern weder die Suchbegriffe noch die Ergebnisse.
- Die Bilder selbst werden direkt von Giphy geladen – beim Absenden wie beim Ansehen. Dabei wird Ihre IP-Adresse an Giphy in den USA übertragen, auch wenn Sie ein GIF nur mitlesen. Wir speichern die Bilddateien bewusst nicht, sondern ausschließlich die Adresse des GIFs in der Nachricht.
- Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung durch Bestätigung des vorgeschalteten Hinweises). Giphy ist nicht unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert. Die Übermittlung in die USA stützt sich deshalb auf Ihre ausdrückliche Einwilligung (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Dabei besteht das Risiko, dass US-Behörden auf die Daten zugreifen, ohne dass Ihnen gleichwertige Rechte und Rechtsbehelfe wie in der EU zustehen. Darauf weist der Hinweis vor der ersten Nutzung hin.
- Widerruf: Die GIF-Funktion muss nicht genutzt werden. Ohne Bestätigung des Hinweises werden keine Inhalte von Giphy geladen. Bereits verschickte GIFs bleiben in der jeweiligen Unterhaltung sichtbar und werden beim Anzeigen erneut von Giphy geladen.
- Es werden ausschließlich Inhalte mit der Giphy-Alterseinstufung „G" (jugendfrei) abgerufen.
Datenschutzerklärung von Giphy: support.giphy.com
Verlauf im Lernraum
Innerhalb eines Lernraums kann ein Verlauf geführt werden, in dem die Teilnehmenden einander sehen, dass gearbeitet wird. Er ist ausdrücklich zu aktivieren. Ohne Einwilligung erscheinen Sie nicht darin – den Verlauf der anderen sehen Sie trotzdem. Vor der ersten Nutzung wird mit einem Beispiel gezeigt, was die anderen zu sehen bekämen.
- Verarbeitet werden: Anzeigename, Zeitpunkt, die Art des Ereignisses (wiederholte Karten, abgeschlossene Fokusrunde, gesetztes oder erreichtes Ziel), die zugehörige Zahl sowie der Wortlaut eines selbst gesetzten Ziels.
- Nicht verarbeitet wird der Lerninhalt: Welche Karten, welches Rechtsgebiet, welche Bewertung – nichts davon erscheint im Verlauf. Sichtbar ist die Zahl, nicht der Stoff.
- Empfängerkreis: ausschließlich die übrigen Teilnehmenden desselben Lernraums.
- Reaktionen: Andere können mit einem Zeichen auf einen Eintrag antworten. Gespeichert werden Zeichen, Person und Zeitpunkt. Je Person und Eintrag ist eine Reaktion möglich.
- Speicherdauer: Der Verlauf hält die letzten 40 Einträge eines Raums vor. Ältere werden automatisch gelöscht. Mit dem Raum entfällt er vollständig.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung). Widerruf: jederzeit über den Schalter „Im Lernraum-Verlauf erscheinen" in den Privatsphäre-Einstellungen – bereits vorhandene Einträge laufen mit dem Raum aus.
Lerngruppen
Nutzer können Lerngruppen erstellen oder per Einladungscode beitreten. Lerngruppen können öffentlich oder privat sein. Innerhalb einer Lerngruppe werden verarbeitet:
- Gruppenname und Beschreibung (Owner-bestimmt)
- Mitgliederliste (Anzeigename, Rolle, Beitrittsdatum)
- Von Mitgliedern geteilte Inhalte (Decks, Schemata, Streitstände, Fallübungen)
- Chat-Beiträge der Mitglieder in der Gruppe (Text, Anhänge, Reaktionen)
- Termine in der Gruppe (Klausuren, Treffen, Besprechungen mit Datum, Ort, optionalem Inhaltsbezug)
- Aktivitätsprotokoll innerhalb der Gruppe: Welche*r Nutzer*in hat wann welchen Inhalt geteilt, eine Chat-Nachricht gepostet, eine Fallbearbeitung gestartet/eingereicht oder ist der Gruppe beigetreten. Diese Aktivitäten sind für alle Mitglieder der Gruppe sichtbar (Activity-Stream und 7-Tage-Aktivitätshistogramm der Gruppe).
- Online-Status der Mitglieder und Zeitpunkt der letzten Aktivität („zuletzt online", aus last_active_at, auf 5 Minuten gerundet). Wird nur angezeigt, wenn das Mitglied „Online-Status anzeigen" in den Privatsphäre-Einstellungen aktiviert hat (Standard: aktiviert, deaktivierbar). Wer die Einstellung deaktiviert, sieht auch den Status anderer nicht.
- Optional, nur mit ausdrücklicher Einwilligung („Wissensstand mit Gruppe teilen"): Zusammengefasster Lernstand der zustimmenden Mitglieder je Rechtsgebiet (durchschnittliche Erinnerungswahrscheinlichkeit auf Basis des FSRS-Algorithmus) und Themen, die bei mehreren von ihnen schwach sind, ohne Namen. Angezeigt wird das erst, wenn mindestens drei Mitglieder der Gruppe zugestimmt haben, und ein Rechtsgebiet oder Thema nur, wenn mindestens drei dazu beitragen. Das erschwert Rückschlüsse auf Einzelne. In sehr kleinen Gruppen lassen sie sich aber nicht völlig ausschließen. Der Schalter ist standardmäßig ausgeschaltet und kann jederzeit zurückgenommen werden.
Der Beitritt zu einer Lerngruppe ist freiwillig. Mitglieder können die Gruppe jederzeit verlassen. Die Leitung der Gruppe kann sie an ein anderes Mitglied übergeben oder die Gruppe löschen. Beim Löschen werden alle Gruppendaten (Mitgliedschaften, geteilte Inhalte, Chat-Verlauf, Aktivitätsprotokoll, Termine) entfernt. Löscht die Leitung ihr Konto, geht die Leitung an das Mitglied über, das am längsten dabei ist.
Speicherdauer: Aktivitätsprotokoll und Chat-Verlauf bleiben für die Dauer der Gruppenexistenz erhalten. Beim Verlassen der Gruppe bleiben Ihre bisherigen Beiträge sichtbar (mit Anzeigename), bis sie durch Sie oder die Leitung gelöscht werden. Bei Kontolöschung werden Ihre Mitgliedschaften und persönlich zuordenbaren Beiträge entfernt.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) für Mitgliedschaft, geteilte Inhalte und Aktivitätsprotokoll. Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung) für die optionale Wissensstand-Aggregation.
Direktnachrichten (Chat)
Verbundene Nutzer können sich gegenseitig Direktnachrichten senden. Dabei werden folgende Daten verarbeitet:
- Nachrichteninhalt (Text, max. 5.000 Zeichen)
- Geteilte Lerninhalte als Vorschau (Titel, Typ, bei Mitschriften auch Inhalts-Snapshot)
- Dateianhänge (max. 10 MB pro Datei, gespeichert auf dem Server)
- Reaktionen (Emojis) auf Nachrichten
- Lesebestätigungen (Zeitpunkt des letzten Lesens pro Teilnehmer)
- Anzeigename und Avatar-Farbe des Absenders
- Online-Status und „zuletzt online" des Gesprächspartners (aus last_active_at, auf 5 Minuten gerundet), nur wenn beide Seiten „Online-Status anzeigen" aktiviert haben
Beim Überfahren eines Anzeigenamens oder Avatars (im Chat, in Lerngruppen, Lernräumen, geteilten Mitschriften und Kalendern) erscheint eine Profilkarte mit Anzeigename, Avatar, Online-Status bzw. „zuletzt online" sowie – sofern das Profil für den Betrachter freigegeben ist – Universität, Studienphase und Beitrittsmonat. Welche Angaben andere sehen, richtet sich nach der Profil-Sichtbarkeit in den Privatsphäre-Einstellungen.
Nachrichten können vom Absender gelöscht werden (Soft-Delete). Konversationen bestehen zwischen zwei verbundenen Nutzern (Einzelchat) oder mehreren Teilnehmern (Gruppenchat). Bei Löschung einer Verbindung bleiben die Konversationsdaten erhalten, es können aber keine neuen Nachrichten gesendet werden.
Speicherdauer: Nachrichten werden für die Dauer der Kontolaufzeit gespeichert und bei Kontolöschung vollständig entfernt (CASCADE-Löschung). Dateianhänge werden mit der zugehörigen Nachricht gelöscht.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).
Benachrichtigungen
Im Zusammenhang mit Social Features werden In-App-Benachrichtigungen erstellt (z.B. bei Verbindungsanfragen, geteilten Inhalten, Gruppeneinladungen). Optional können E-Mail-Benachrichtigungen für bestimmte Ereignisse aktiviert werden. Die Einstellungen hierfür können in den Privatsphäre-Einstellungen granular gesteuert werden.
Speicherdauer: Gelesene Benachrichtigungen werden nach 30 Tagen, ungelesene nach 90 Tagen automatisch gelöscht.
Melde- und Blockierfunktion
Nutzer können unangemessene Inhalte melden oder andere Nutzer blockieren. Bei einer Meldung werden der Meldegrund, eine optionale Beschreibung und der gemeldete Inhalt gespeichert. Meldungen werden so zeitnah wie möglich geprüft.
Auffindbarkeit
Standardmäßig sind Nutzer nicht über ihren Namen oder ihre E-Mail-Adresse auffindbar. Diese Einstellungen können in den Privatsphäre-Einstellungen einzeln aktiviert werden.
Library und gemerkte Inhalte
Kuratierte Library-Übungen (Fallübungen, Schemaübungen, Erklärübungen) stehen allen Nutzern offen. Ein Freischalten und ein Tageskontingent gibt es nicht mehr. Verarbeitet werden dazu folgende personenbezogene Daten:
- Gespeicherte (gemerkte) Library-Inhalte
- Freischaltungen aus der Zeit bis August 2026, soweit vorhanden (Item-ID, Zeitpunkt und Ablaufzeit der Freischaltung, eingesetzte Tokens). Neue Freischaltungen werden nicht mehr angelegt.
Diese Daten dienen der Anzeige der gemerkten Inhalte. Frühere Freischaltungen bleiben gültig und werden nur noch gelesen. Bei Löschung des Nutzerkontos werden alle diese Daten vollständig entfernt (CASCADE-Löschung). Die Daten sind im Datenexport (Art. 20 DSGVO) enthalten.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) für die Bereitstellung der Library als Teil des Dienstes.
Speicherdauer: Alle Social-Feature-Daten (Verbindungen, geteilte Inhalte, Gruppeninhalte, Profildaten, Token-Daten) werden für die Dauer der Kontolaufzeit gespeichert und bei Kontolöschung entfernt. Ausgenommen sind Kopien, die andere von Ihnen erhalten haben, und Lerngruppen, deren Leitung auf ein anderes Mitglied übergeht (siehe Abschnitt 14).
Datenexport: Alle Social-Feature-Daten sind im Datenexport (Art. 20 DSGVO) enthalten, einschließlich Verbindungen, Direktnachrichten, geteilter Inhalte, Gruppeninformationen, Blockierungen, Meldungen und Privatsphäre-Einstellungen.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) für die Bereitstellung der Social Features als Teil des Dienstes. Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung) für optionale Sichtbarkeitseinstellungen, die über die Standardkonfiguration hinausgehen. Unsere Community-Richtlinien regeln die Nutzung der Social Features.
18. Kalender-Verbindungen
Sie können Termine aus anderen Kalendern in Anotio anzeigen lassen und Ihre Anotio-Termine in einem anderen Kalender abonnieren. Alles davon ist freiwillig und beginnt erst, wenn Sie es selbst einrichten.
Google Kalender (Termine übernehmen)
Verbinden Sie Ihren Google-Kalender, erteilen Sie Anotio bei Google nur Lesezugriff. Anotio liest die Termine Ihres Hauptkalenders und zeigt sie in Ihrem Anotio-Kalender an. In Ihren Google-Kalender schreibt Anotio nichts.
Verarbeitete Daten: die Zugangsschlüssel von Google (verschlüsselt gespeichert) sowie Titel, Beschreibung, Beginn und Ende der übernommenen Termine. Solche Termine können Angaben über andere Personen enthalten, etwa in Titel oder Beschreibung. Sie sind nur für Sie sichtbar.
Empfänger: Google Ireland Limited (Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland) und Google LLC (USA). Die Google LLC ist unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert. Datenschutzerklärung von Google
Trennen: Trennen Sie die Verbindung in den Einstellungen, widerrufen wir den Zugriff bei Google und löschen die Zugangsschlüssel und alle übernommenen Termine.
Kalender-Abo per Adresse (etwa Apple iCloud)
Sie können die Adresse eines öffentlich freigegebenen Kalenders (ICS, etwa aus Apple iCloud) hinterlegen. Unser Server ruft diese Adresse regelmäßig ab und übernimmt Titel, Beschreibung, Beginn und Ende der Termine. Dabei sieht der Anbieter des Kalenders die IP-Adresse unseres Servers, nicht Ihre. Gespeichert werden die Adresse und die Termine, bis Sie das Abo entfernen.
Eigener Kalender-Feed (Anotio-Termine abonnieren)
Auf Wunsch erzeugen wir eine geheime Adresse, unter der Ihre Anotio-Termine als Kalender abrufbar sind. Tragen Sie sie in Google, Apple oder einem anderen Kalender ein, ruft dessen Anbieter Ihre Termine regelmäßig bei uns ab und speichert sie nach seinen Bedingungen. Wer die Adresse kennt, kann die Termine lesen. Sie können sie in den Einstellungen jederzeit erneuern oder widerrufen, die alte Adresse funktioniert dann nicht mehr.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (von Ihnen gewünschte Funktion). Beim Google-Kalender erteilen Sie die Berechtigung zusätzlich bei Google. Speicherdauer: solange die Verbindung, das Abo oder der Feed besteht, längstens bis zur Löschung des Kontos.
19. Öffentliche Rechtsquellen-APIs
Für die Bereitstellung aktueller Gesetzestexte, Entscheidungen und rechtswissenschaftlicher Publikationen greifen wir auf öffentlich zugängliche juristische Datenbanken und APIs zurück. Diese Abrufe erfolgen server-seitig durch uns - Nutzer-Endgeräte kommunizieren nicht direkt mit diesen Diensten.
Welche Daten werden übermittelt? Bei der Abfrage werden ausschließlich die Norm-/Dokument-Bezeichnung (z.B. „§ 985 BGB", „BGH Urt. v. 12.03.2024 – VIII ZR 123/23") sowie die Server-IP unserer Infrastruktur übertragen. Keine Nutzer-Daten (weder IP, noch Konto-ID, noch inhaltliche Eingaben) werden an diese Dienste weitergegeben.
Im Einsatz befindliche Quellen
- Open Legal Data e.V. (OLDP) - öffentliche Datenbank deutscher Gerichtsentscheidungen, von uns in Abständen als Datenbestand übernommen. openlegaldata.io
- Bundesministerium der Justiz, Rechtsinformationsportal des Bundes - amtliche Gesetzestexte und Entscheidungen der Bundesgerichte. rechtsinformationen.bund.de
- Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union (EUR-Lex / EU-Cellar) - europäische Gesetzestexte, Verordnungen, Richtlinien. eur-lex.europa.eu
- Bundesamt für Justiz – Gesetze im Internet - amtliche Bundes-Gesetzestexte (Bundesrecht), abgerufen als öffentliches XML-Repository für das Norm-Lookup-System. gesetze-im-internet.de
Links auf weitere Quellen, etwa den Volltext einer Norm auf dejure.org (dejure.org Rechtsinformationssysteme GmbH, Theodor-Heuss-Anlage 12, 68165 Mannheim), die Rechtsprechung des EuGH (curia.europa.eu) oder rechtsprechung-im-internet.de, öffnen diese Seiten in Ihrem Browser. Dann gelten die Datenschutzbestimmungen der jeweiligen Seite.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Bereitstellung aktueller Rechtsinformationen zur Examensvorbereitung). Da bei diesen Abrufen keine personenbezogenen Nutzer-Daten übermittelt werden, bestehen keine Transferrisiken für Sie.
Ablauf der Verarbeitung: Abgerufene Inhalte werden in unserer eigenen Datenbank bzw. in einer internen Vektordatenbank (Qdrant, Hetzner-Infrastruktur) zwischengespeichert, um wiederholte Abrufe zu vermeiden. Die Quellen werden regelmäßig aktualisiert.
20. Änderungen dieser Datenschutzerklärung
Wir behalten uns vor, diese Datenschutzerklärung anzupassen, um sie an geänderte Rechtslagen oder Änderungen der Anwendung anzupassen. Die jeweils aktuelle Fassung ist auf dieser Seite abrufbar.